Neues vom SANTESIS Energiemanagement: Schluss mit A+++, Einigung zu verbraucherfreundlicherem Energieeffizienzlabel

Neues vom SANTESIS Energiemanagement: Schluss mit A+++, Einigung zu verbraucherfreundlicherem Energieeffizienzlabel

Das Europäische Parlament hat sich darauf geeinigt, die derzeitige Skala von A+++ bis D sukzessive durch eine klare und nutzerfreundliche Skala von A bis G zu ersetzen. So werden die Energielabels für die Verbraucher besser verständlich und ermöglichen fundierte Kaufentscheidungen.

Wie Umfragen gezeigt haben, achten rund 85% der Bürgerinnen und Bürger in Europa beim Kauf eines Produkts auf das Energieeffizienzlabel. Irreführend ist derzeit jedoch die Einordnung der effizientesten Produkte in die Klassen A+ bis A+++, da zwischen diesen Produkten erhebliche Unterschiede bei der Energieeffizienz bestehen können [1].

Quelle: www.energyagency.at

 

 

 

 

 

 

Zum Start kein Produkt in der Klasse A

Die ursprüngliche Kennzeichnung wurde für manche Produktgruppen bereits im Jahr 1992 eingeführt. Auch damals war die Geräteklasse A für die besten Geräte am Markt vorgesehen. Mit der Zeit kamen jedoch sparsamere Modelle auf den Markt, daher wurde die Skala um Plus-Symbole erweitert. Jedoch wirkt dieser graduelle Unterschied auf Konsumentinnen und Konsumenten weniger motivierend, ein energieeffizienteres Produkt zu kaufen, als ein Unterschied zwischen C und A.

Mit dem neuen Labelkonzept wird eine Anpassung der Klassengrenzen durchgeführt, sobald 30% der auf dem EU-Markt verkauften Produkte in die oberste Energieeffizienzklasse A fallen, oder wenn 50% dieser Produkte in die obersten zwei Energieeffizienzklassen A und B fallen. Allerdings wird die neue Skala so streng sein, dass zum Zeitpunkt der Einführung noch keine A-Klasse Produkte geben wird. Darüber hinaus werden die untersten Klassen, wenn diese auf Grund der EU-Mindesteffizienzstandards nicht mehr erlaubt sind, grau dargestellt werden [2]. 

Öffentliche Online-Datenbank

Zusätzlich wird eine öffentliche Online-Datenbank und ein zentrales Produktregister geschaffen werden, welches die EU-Mitgliedsstaaten bei der Marktüberwachung unterstützen wird. In Österreich können sich Konsumentinnen und Konsumenten bereits heute auf der Plattform www.topprodukte.at über die effizientesten Produkte informieren.

Beachtliche Einsparungen

Je nachdem welche Geräte ersetzt werden, ermöglichen das überarbeitete Energieeffizienzlabel und die neuen Mindesteffizienzstandards jährliche Einsparungen von knapp 500 Euro pro Haushalt.

Label erst in den kommenden Jahren im Handel

Aufgrund von Übergangsbestimmungen wird das neue Label erst im Laufe der kommenden zwei bis drei Jahre sukzessiv für die unterschiedlichen Produktgruppen eingeführt werden [3].

[1] Pressemitteilung Europäische Kommission, Link zur Pressemitteilung

[2] http://www.topprodukte.at/de/News-Detail/Schluss-mit-A.html

[3] Verordnung (EU) 2017/1369 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2017 zur Festlegung eines Rahmens für die Energieverbrauchskennzeichnung und zur Aufhebung der Richtlinie 2010/30/EU